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Beruf
© Matthias Schmiedel
Sabine, Hospiz-Krankenschwester: „Ich merke mit jedem Berufsjahr, dass ich mehr auf mich achtgeben muss.“

Unsere Welt verändert sich rasend schnell – das merkt man auch im Job. In unserer neuen Serie werfen drei Frauen verschiedenen Alters einen Blick auf ihren Beruf und geben uns einen persönlichen Einblick in ihre Leben und den Arbeitsalltag. Diesmal: Krankenschwestern

Sabine (43), Hospiz-Krankenschwester,…

… kümmert sich im Frühdienst um drei bis vier, im Spätdienst um fünf und nachts um zehn Gäste. So nennen sie und ihre Kollegen die Patienten im Hospiz. Sie arbeitet im Fünf-Schicht-System, ein normaler Arbeitstag geht bei ihr etwa von 6.30 bis 14.30 Uhr oder von 15.30 bis 23 Uhr, 17,5 Stunden pro Woche. Ihre Lieblingsschicht ist die Spätschicht, weil sie dann tatsächlich Feierabend hat, wenn sie nach Hause kommt. Nach dem Frühdienst geht es direkt weiter mit der Betreuung ihrer drei Kinder.

„Was schon stark zugenommen hat, ist die Spezialisierung. Krankenschwestern arbeiten heute in den verschiedensten Bereichen, ich selbst habe vor knapp fünf Jahren von einem Krankenhaus in ein Hospiz gewechselt und begleite nun Menschen beim Sterben. ,Ich könnte das nie‘ ist der Satz, den ich wohl am häufigsten höre. Klar, meine Arbeit ist sehr fordernd, körperlich und psychisch. Doch ich kann ganz und gar für die Menschen da sein, ohne Hektik, ohne nach Schema F zu arbeiten. Ein Gast schläft noch? Dann frühstückt er eben später.

Im Hospiz betreue ich oft vier Gäste, im Krankenhaus waren es bis zu zwölf Patienten. Routine pur. Zeit für Gespräche? Blieb nicht. Ich war nach acht Jahren Familienpause mit 30 Prozent gestartet. Doch Teilzeit meint für Krankenschwestern oft: normale 8-Stunden-Schichten bei mehr freien Tagen. Das mag für andere prima sein; es gibt Mütter, die ein Wochenende pro Monat arbeiten. Für mich ging das im Krankenhaus aber absolut nicht auf. Die Patienten bleiben heute ja deutlich kürzer als noch vor meiner Pause. Gefühlt sah ich deshalb jede Schicht neue Gesichter.

Pflege aber braucht doch Vertrauen. Im Hospiz sind die Menschen Menschen. In all ihren Facetten. Und keine Fallpauschalen. Ich wünsche mir, dass wir da Vorreiter sind und diese Sicht auch Einzug hält in der heilenden Pflege. Zeit für Gespräche etwa wäre dort wichtiger denn je. Im Krankenhaus habe ich viele einsame Patienten erlebt; das ist seit meiner Ausbildung vor gut 20 Jahren mehr geworden. Familien leben heute eben weit verstreut. Und es wird noch zunehmen.

Für mich selbst merke ich mit jedem Berufsjahr, dass ich mehr auf mich achtgeben muss. Motto: Ich bin mir selber eine gute Freundin. Ich mache Yoga für meinen Rücken und singe im Chor für die Seele. Und ich gönne mir nach jeder Schicht eine Stunde für mich allein. Im Hospiz stirbt vielleicht ein Vater, daheim nölt meine Tochter, weil sie ihren Radiergummi nicht findet. Die Zeit allein ist meine Brücke zwischen diesen Welten. Dass ich sie brauche, musste ich aber auch erst lernen.“

© Matthias Schmiedel
Andrea, Krankenschwester und Stationsleitung: „Viele junge Kolleginnen wollen nach der Arbeit mehr Leben – klasse.“

Andrea (60), Krankenschwester und Stationsleitung,…

… arbeitet auf einer chirurgischen Station und kümmert sich dort um maximal 17 Patienten. Ein normaler Arbeitstag geht von 6 bis 14 Uhr oder von 13 bis 21 Uhr, laut Vertrag sind das in der Woche 28 Stunden. Durch das Schichten arbeitet sie aber auch mal 40 Stunden oder hat eine Woche frei. Ihre Lieblingsschicht ist die Spätschicht, weil es da nicht ganz so turbulent ist und sie mehr Zeit für die Patienten hat.

„Als mich mal wieder mein Rücken plagte, sagte mein Mann: ‚Du hast eine Kleinstadt mobilisiert.‘ Dieses Bild ist sehr treffend. Es ist mein Beruf, Patienten wieder auf die Beine zu bringen, 30 Jahre habe ich auf einer Intensivstation gearbeitet. Um nochmals ein Bild zu zeichnen: Diese Arbeit ist wie Spitzensport, eine körperliche Höchstleistung. Dann kam mein Bandscheibenvorfall vor nun fast genau zehn Jahren. Die Diagnose traf mich ausgesprochen hart, denn ich habe diese Arbeit sehr gern und mit viel Herzblut gemacht. Auf der Intensiv entwickelt sich eine ganz eigene Vertrautheit, ich habe Dankbarkeit erfahren und bin auch selbst dankbarer geworden.

Dankbar bin ich auch, dass ich noch immer ,am Bett‘ arbeite. Ein reiner Schreibtischjob wäre nichts für mich. Meine pflegerische Arbeit selbst hat sich über die Jahre wenig gewandelt, das Drumherum aber enorm. Im Fokus stehen heute die Kosten und ein ausgesprochenes Schubladendenken. Dass ein Patient als ,Fall‘ gesehen wird, widerspricht sehr meinem christlichen Menschenbild.

Diese Denkweise erhöht die Zeit, die wir für Bürokratie aufwenden müssen. Damit bleibt weniger Zeit für unsere Patienten. Wobei wir diese mehr denn je bräuchten! Ich möchte ein Beispiel nennen: In meinen Anfangsjahren bedeutete eine Gallenblasen-OP noch drei Wochen Klinik. Heute sind es dank ausgesprochener Hightechmedizin vier Tage. Wir haben also viele Frischoperierte auf Station, was die Pflege sehr aufwendig macht.

Ebenso wie die Tatsache, dass Patienten heute im Schnitt älter sind, wenn sie zu uns kommen, und deshalb oft Vorerkrankungen haben, beispielsweise Altersdiabetes. Personell aber wurde dem nicht Rechnung getragen, im Gegenteil. Ich sage: Das muss sich ändern; sonst werden die Jungen nicht bis zur Rente durchhalten, die vielleicht erst mit über 70 Jahren kommt.

Vielleicht aber ist schon etwas in Bewegung. Ich beobachte, dass junge Kolleginnen inzwischen häufiger ihre Arbeit verkürzen. Sie wollen nicht mehr hundert Prozent arbeiten. Ich habe nach der Geburt meiner Tochter vor 21 Jahren auch auf 75 Prozent reduziert und blieb bei diesem Modell. Doch diese Kolleginnen haben keine Kinder, sie wollen schlicht neben der Arbeit mehr Leben. Ich finde das klasse. Es ist eine neue Einstellung, die vielleicht auch die Arbeitswelt insgesamt verändern wird.

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© Matthias Schmiedel
Julia, Kinderkrankenschwester „Meine Generation muss sich fragen: Ist alles, was machbar ist, auch sinnvoll?“
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Julia (24), Kinderkrankenschwester,…

… arbeitet auf einer Früh- und Neugeborenenstation, dort kümmert sie sich um maximal sechs Patienten. Sie arbeitet im Schichtdienst (von 6.15 bis 14 Uhr, von 13.15 bis 20.30 Uhr oder von 20 bis 6.30 Uhr) und kommt auf 40 Stunden pro Woche. Je nach Schicht können es auch einmal mehr sein. Ihre Lieblingsschichten sind der Früh- und der Spätdienst. Nach dem Frühdienst genießt sie es, in den See zu springen, und vor dem Spätdienst, Sport zu machen.

„Wir sind fast immer voll belegt, ich kümmere mich dann um sechs Babys. Das schaffe ich, klar, aber das Level ist echt hoch. Supergut wäre eine Eins-zu-vier-Betreuung. Ich hätte dann mehr Zeit, beispielsweise für Gespräche mit den Eltern. Die sind total dankbar. Und selbstbewusst! Die googeln ja alles und löchern mich dann. Ehrlich gesagt: Passt der Ton, finde ich das gut; ist ja ihr Kind, und nur weil ich mehr Wissen habe, stehe ich doch nicht über ihnen. Aber mir ist dieses Hierarchische eh fremd.

Ich arbeite gern im Team, sowieso mit meinen Kolleginnen, aber auch mit den Ärztinnen und Ärzten. Es ist ein Arbeiten auf Augenhöhe. Dass etwa ein Arzt uns Krankenschwestern von oben herab behandelt, erlebe ich so gut wie nie. Pflegende und Ärzte sind total aufeinander angewiesen; wir Schwestern sind nah dran am Baby und merken auch kleine Veränderungen.

Mit zwei, drei Kolleginnen, die so in etwa gleich alt sind wie ich, bin ich befreundet. Wir gehen vor der Spätschicht auch mal shoppen, frühstücken oder zum Fitness und am Wochenende feiern. Die Älteren sind da eher nicht dabei, die haben fast alle Kinder und verbringen ihre Freizeit mit ihrer Familie.

Meine Mama war übrigens auch Kinderkrankenschwester, ich habe es vielleicht in den Genen. Wenn wir reden, merke ich so richtig, wie toll unsere Zeit heute ist. Medizinisch ist irre viel möglich, Frühchen etwa haben ab der 23. Schwangerschaftswoche eine reelle Lebenschance. Ab der 23. Woche! Weil ich ja nicht auf der Intensivstation bin, erlebe ich ganz, ganz viel Glück. Wenn das Geburtsgewicht-unter-ein-Kilo-Baby nach Wochen des Päppelns nach Hause darf, bin ich total happy.

Doch die Hightechmedizin verändert auch meinen Beruf, der Fortschritt ist echt rasant; ganz selbstverständlich bediene ich ja schon heute zig Apparate. Ich glaube, dass meine Generation ganz stark mit ethischen Fragen konfrontiert werden wird. Ist alles, was machbar ist, auch sinnvoll? Ich selbst möchte noch studieren, die Angebote im Bereich Pflege wachsen blitzschnell.“

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30.05.2017
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